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Über die Künstlerin: Madeleine Rosa Pyk

(* 24. Februar 1934 in Stockholm)

Wir freuen uns über die Zustimmung von Madeleine Pyk aus Urvädersgränd in Schweden, das Buchprojekt mit ihren Gemälden illustrieren zu dürfen.

Mit ihren kräftigen Farben und vielen versteckten Details laden Madeleine Pyks Bilder zum Beobachten und zum Betrachten ein. Dies entspricht der Zielsetzung unseres Projektes: Wir laden DM-Betroffene, ihre Familienmitglieder und Interessierte dazu ein, über unsere Erfahrungen mit Myotoner Dystrophie nachzudenken. Wir leben in unterschiedlichen Ländern und sprechen unterschiedliche Sprachen. Uns verbindet jedoch die Tatsache, dass wir mit derselben seltenen Krankheit leben. Wie wir damit umgehen, kann für andere Betroffene lehrreich und inspirierend sein. Gleichzeitig hoffen wir, durch die Sammlung dieser Geschichten das öffentliche Bewusstsein für unsere spezifischen Bedürfnisse und auch für unsere Hoffnungen zu fördern.

Die Familie lebte in Urvädersgränd in der Nähe des Modebacke-Quartiers. Vom Wohnzimmer aus bot sich ein wunderbarer Blick auf den Slussen (Verbindung Mälaren-See-Ostsee) und den Katarinahissen (Katarina-Aufzug, öffentlicher, derzeit nicht in Betrieb befindlicher Freiluftaufzug auf Södermalm in Stockholm). Diese Eindrücke beeinflussen bis heute Madeleines Bilder. Als der Zweite Weltkrieg ausbrach, war Madeleine fünf Jahre alt. Sie erinnert sich an den Krieg als eine Zeit der ständigen Angst. Mehrere ihrer Verwandte lebten im besetzten Frankreich. 

 

Madeleines Mutter war eher kühl und realistisch. Sie wuchs in Australien und Frankreich auf und kehrte erst als Erwachsene nach Schweden zurück. 

 

Madeleines Vater war Kaffeehändler und Opernliebhaber. Er malte auch. Seine Bilder fanden im Familiensommerhaus in Värmdötrakten ihren Platz. Ihr Grossvater war Zimmermann und Kupferstecher. Eine seiner Töchter studierte an der Royal Academy. Madeleine  führt diese künstlerische Traditionen mit Erfolg weiter.

 

Grossvater Torkel Siwertz – Bruder des Autors Sigfrid Siwertz – lag Madeleine besonders am Herzen. Jedes Jahr fuhr er mit dem Fahrrad mit einem Ersatzpneu als einziges Gepäck von Frankreich nach Schweden. Er hat die Aufregung um  den damals berühmten  «Stålfarfar» (Velo-Grossvater) Gustaf Håkansson in Schweden nie verstanden.

Madeleine Rosa Pyks erste Ausstellung fand 1956 bei Petra im Kleinen Pavillon in Stockholm statt. Es folgten verschiedene Ausstellungen in Stockholm, unter anderem bei Gummesons,  in der Galerie Pierre, bei Gröna Paletten, in der Galerie A., Farbe und Form, in der Galerie Blanche und bei Linnæus.

 

Madeleine Pyk stellte auch in Borgholm, Borås, Eskilstuna, Göteborg, Halmstad, Jönköping, Malmö, Mariestad, Nora, Skara, Skövde, Sundsvall, Söderhamn, Umeå, Upsala, Västerås, Ålem, Örebro, Örnsköldsvik und Östersund aus.

 

Madeleine Rosa Pyk war 1973 in einer Sonderausstellung in Hamburg vertreten. Ihre Werke befinden sich unter anderem im Modern Museum Stockholm,  in den Stockholmer Stadtsammlungen,  im Museum Norrköping, im Västerås-Museum, in den Västerås- Stadtsammlungen, im Umeå-Museum und im Östersund-Museum.

Studium: Kunstfachschule 1951-1955, Kunstakademie 1963-1967. Nach der Hochschule der Künste arbeitete Madeleine einige Jahre als Cartoonistin.

Madeleine Rosa Pyk reiste viel, um das Licht und die Farben anderer Länder einzufangen. England, Frankreich, Griechenland, Holland, Israel, Italien, Jugoslawien, Marokko, Portugal, Spanien, USA (New York) gehörten zu ihren Zielen. 1976 erhielt Madeleine Rosa Pyk Unterstützung in Form eines Reisekostenzuschusses. Im selben Jahr erschien ihr Buch «Marble Badger» im Forums-Verlag.

Das Reisen bietet Madeleine Rosa Pyk Inspiration zu ihren Werken. Entspannung und Ruhe findet sie im Familiensommerhaus in Värmdötrakten im Stockholmer  Schärengarten (Skägga), wo Gastfreundschaft grossgeschrieben wird.

Andreas Herzog & Erich Maurer, info@dm-meinegeschichte.com

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